Das stille Jubiläum: 10 x Rössleweg - laufkultur.de

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Das stille Jubiläum: 10 x Rössleweg

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Das stille Jubiläum!

10 x Rössleweg
Es ist Mitte Januar, das Wetter saisonangepasst und trotzdem habe ich Lust, meine erste Stuttgartumrundung des Jahres zu starten. Begleiter finde ich keine, denn in wenigen Tagen will bereits eine größere Gruppe auf die Runde gehen und es ist Mittwoch. Normale Leute müssen an solchen Tagen ihrem Beruf nachgehen, ich habe Glück und deshalb heute Zeit!

Der Blick auf die Wettervorhersage verheißt nix Gutes, stürmisch und regnerisch soll es werden. Die Realität hingegen übertrifft die Prognosen; es regnet anfangs ein wenig und es bläst auch zur Mittagszeit ein recht ordentlicher Wind, doch Beides ist grds. erträglich. Trotzdem starte ich ein paar Minuten später als geplant, zum Glück, denn schon nach wenigen Metern treffe ich Chris. Er ist auf dem Weg zur Arbeit, wollte sehen, ob wir uns treffen, prompt hat es geklappt. So habe ich wenigstens in der 1. Stunde eine Begleitung, allerdings eine flitzeflinke.

Chris ist derzeit voll "im Saft" und kaum zu bändigen. Immer wieder vergisst er, dass ich ein paar Meter mehr zu Laufen habe als er und eilt mir davon. Auch wenn ich ihn immer wieder einbremse, mein Tempo ist doch wesentlich höher als geplant. Bis Chris mich Richtung Stadt verlässt und darüber hinaus. Einmal angelaufen bin ich nicht mehr zu zügeln, außerdem nass und leicht durchgeschwitzt. Also halte ich mein Tempo. so schnell war ich noch nie auf dem Rössleweg! Macht nichts.

Was ist neu auf dem Rössleweg?
Allerdings spüre ich auch zunehmend den Wind, es soll und wird Schnee geben in  den kommenden Tagen. Da ich auf den zugigen Cannstatter Höhen keine Erkältung  riskieren will, entscheide ich mich, die Runde nicht voll zu Ende zu laufen.  42,4 km stehen auf der Uhr, als ich von der Strecke ausschere.

War es  ein Fehler, aufzuhören? Nachdem es mit dem Weg zur Bahn und nach Hause dann  ingesamt doch 47 km werden, müsste ich die Frage wohl mit "Ja" beantworten. Doch  ist es wirklich wichtig, immer alles bis zum Ende durchzuziehen? Viele meiner  Begleiter sind schon mal abgebogen, immer habe ich sie bestärkt. Wenn es genug  ist, ist es genug! Weshalb sollten für mich andere Kriterien zählen?

Die Antwort werde ich wissen, wenn ich das nächste Mal den Rössleweg in Angriff  nehme. Werde ich wieder abbrechen oder die Runde dann vollenden? Wird es mit  schwer oder leicht fallen? Ich werde sehen...
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